Vier Fragen an Natalie McLachlan: Die Mitarbeitenden sind die größte Stärke von FLOCERT
10.03.2026
Natalie McLachlan ist seit September 2024 bei FLOCERT. Ihren ursprünglichen Posten als Head of Legal tauschte sie im Dezember 2025 gegen die neu geschaffene Rolle des Chief People and Governance Officer (CPGO) ein. In dieser Position ergänzt sie unseren CEO Thorsten Niklas sowie unseren neuen Chief Growth Officer in der Geschäftsleitung.
1) Natalie, du bist der neue Chief People and Governance Officer von FLOCERT. Lass uns zuerst über den Faktor Mensch sprechen. Warum braucht FLOCERT als Zertifizierungsstelle einen People Officer?
NM: Ich denke, dass nicht nur FLOCERT, sondern jedes Unternehmen jemanden braucht, der den Faktor Mensch in der Führungsebene repräsentiert. Immerhin sind es die Menschen, die das Unternehmen am Laufen halten. Der Erfolg eines Unternehmens hängt stark von den Menschen ab, die dort arbeiten. Das gilt besonders für eine Zertifizierungsstelle. Wir verkaufen keine physischen Produkte, sondern tun uns durch die hervorragende Leistung unserer Mitarbeitenden hervor! Für unsere Kund*innen ergeben sich daraus greifbare Ergebnisse in Form von qualitativ hochwertigen Services und fundierten Entscheidungen. Wir müssen also ein Umfeld schaffen, in dem alle FLOCERT-Mitarbeitenden erfolgreich sein können und engagiert und motiviert bleiben. Davon profitieren am Ende alle: unsere Mitarbeitenden selbst und unsere Kund*innen.
2) FLOCERT rühmt sich damit, eine Mission zu verfolgen und eine Unternehmenskultur zu leben, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Wie wird das in der Praxis umgesetzt? Was ist dein erster Eindruck?
NM: Mein Eindruck von FLOCERT ist, dass wir in hohem Maße das Ideal einer Welt abbilden. Wir kommen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, von unterschiedlichen Kontinenten, sprechen verschiedene Sprachen, haben unterschiedliche Ausbildungen und jede*r von uns trägt dazu bei, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Die Art und Weise, wie die Menschen miteinander umgehen,interagieren, sich gegenseitig fordern, Lösungen finden, lachen und diskutieren, ist absolut inspirierend. Diese menschliche Seite überträgt sich auch auf den Umgang mit unseren Kund*innen, denn uns sind die Auswirkungen unserer Audits und deren Ergebnisse auf die Landwirt*innen und Arbeiter*innen und ihr lokales Umfeld mehr als bewusst. Und für den Erfolg unserer Audits ist eine professionelle, vertrauenswürdige und respektvolle Zusammenarbeit zwischen unseren Auditor*innen und Kund*innen entscheidend.
3) Wie können wir uns den Governance-Teil deiner Rolle als CPGO vorstellen und welche Bereiche muss FLOCERT im Hinblick darauf angehen?
NM: Der Governance-Teil deckt rechtliche Fragen sowie Compliance-, Unternehmens- und Credibility-Assurance-Aspekte ab. Sie alle sind wichtige Säulen, die die Unabhängigkeit, Objektivität und Glaubwürdigkeit eines Zertifizierers wie FLOCERT ermöglichen und sicherstellen. Dies umfasst beispielsweise Beurteilungen von bald in Kraft tretenden Bestimmungen wie die EmpCo-Richtlinie (Empowering-Consumers-Richtlinie) sowie die Gewährleistung unserer Objektivität in Einklang mit der ISO-Qualitätsnorm 17065, aber auch alle anderen rechtlichen und Compliance-bezogenen Angelegenheiten eines global agierenden Unternehmens.
4) Welche persönlichen Ziele hast du dir für deine neue Rolle gesetzt? Und wie definierst du Erfolg im Hinblick auf diese Ziele?
NM: Ich möchte weiter an der Struktur arbeiten, die FLOCERT zu einer der führenden Zertifizierungsstellen im Social-Business-Bereich macht. Außerdem will ich sicherstellen, dass FLOCERT für die Einhaltung aller Governance-Anforderungen gerüstet ist, sowohl im Hinblick auf aktuelle als auch auf zukünftige Services. Und zuletzt wünsche ich mir eine starke, vertrauens- und wirkungsvolle Kommunikation mit den Menschen, die für und mit FLOCERT arbeiten.