Kinderarbeit

Fairtrade definiert Kinderarbeit als jegliche Arbeit die von Kindern unter 18 Jahren ausgeführt wird. Fairtrade unterscheidet zwischen der Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren durch Produzenten und Mitgliedern von Produzentenorganisationen, und Kindern die in Familienbetrieben aushelfen. Kinder führen manchmal kleine Aufgaben aus, die für ihre Entwicklung förderlich sein können, etwa dem Erlernen einer Fähigkeit, der Übernahme von Verantwortung, und/oder dem Beitrag zu ihrem eigenen oder dem Familieneinkommen oder -Wohl. Doch wenn Kinder im Familienbetrieb aushelfen, fordert Fairtrade, dass sie nur nach der Schule oder in den Ferien arbeiten, dass ihre Arbeit altersgerecht ist, dass sie nicht lange und/oder unter gefährlichen oder ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, und von einem erwachsenen Familienmitglied betreut und angeleitet werden. Bei Fairtrade darf kein Kind unter 18 Jahren Arbeiten ausführen, die durch ihre Natur oder Umstände seine Gesundheit, Sicherheit oder Moral und Anwesenheit in der Schule gefährden. Beispiele für unzulässige Kinderarbeit sind Arbeiten, die sklavenähnliche Praktiken beinhalten; Rekrutierung für bewaffnete Auseinandersetzungen; Sexarbeit und/oder gesetzeswidrige Aktivitäten. Beispiele für potenziell schädliche Aktivitäten für ein Kind sind die Arbeit in einer ungesunden Umgebung; übermäßige Arbeitsstunden die zu Müdigkeit oder Schlafmangel führen; Arbeit bei der die Kinder mit giftigen Chemikalien zu tun haben oder diesen ausgesetzt sind; Arbeit in gefährlichen Höhen; Einsatz von gefährlichen Geräten; und Arbeit die mit missbräuchlichen Strafen einhergeht. Fairtrade Standards zur Kinderarbeit basieren auf dem Abkommen 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bezüglich der schlimmsten Formen der Kinderarbeit und ILO Abkommen 138 bezüglich des Arbeitsmindestalters.

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